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SPD Stadtfraktion will Maisanbau begrenzen

24.11.2011

Horst Bauer, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Stadtfraktion

Die dramatische Ausweitung der Maisanbauflächen in Nordfriesland, besonders aber auch in und um Husum erfordert nach Ansicht der SPD-Stadtfraktion ein sofortiges Eingreifen.

Zur Begrenzung des Maisanbaus auf innerstädtischen Flächen brachte die SPD einen am 23.11.2011 einen Antrag in den Umwelt- und Planungsausschuss ein: „Wir werden alle planungsrechtlichen Mittel ausschöpfen, den Maisanbau auf städtischen Flächen künftig zu verhindern. Darüber hinaus werden wir die Verwaltung auffordern, auch auf Projekte in den Nachbargemeinden ihren Einfluss geltend zu machen, um diese fragwürdige Form der Energiegewinnung in unserer Region einzudämmen.“, so Matthias Ilgen, SPD-Ortsvereinsvorsitzender und Mitglied im Planungsausschuss.

„Die radikale Veränderung unserer Kulturlandschaft hin zu einer Reduzierung auf industriellen Maisanbau für Biogasanlagen wird prägend für unsere Region und ein Ende ist nicht abzusehen. Diese Entwicklung steht im Konflikt mit dem Landschaftsbild und dem Tourismus. Die Maismonokulturen haben eine einschneidende Wirkung auf das sensible Ökosystem. Hinzu kommen die Belastungen der Böden durch die immer größer werdenden Erntemaschinen. Auch die Verunreinigung der Straßen während der Erntezeit sowie die Konflikte mit dem übrigen Verkehr nehmen in einem Ausmaß zu, der nicht mehr hinnehmbar ist. Die ursprüngliche Idee, der eigentlich für die Abfallverwertung gedachten Biogasanlagen wird so pervertiert. Die Ökobilanz dieser Anlagen ist durch die Maistransporte verheerend. Für das kommende Jahr sind weitere Biogasanlagen, bzw. deren Ausbau rund um Husum geplant. Bis zu 1000 Hektar zusätzliche Maisanbaufläche sind dafür erforderlich. Die in Schwesing geplante Biogasanlage soll über den Augsburger Weg und die B 200 angefahren werden. Damit sind nicht nur Konflikte mit dem Messe- und Kongresszentrum zu erwarten, es bestehen auch erhebliche Sicherheitsrisiken hinsichtlich der Durchführung der Messe HUSUM WindEnergy“, so Horst Bauer, wirtschaftpolitischer Sprecher der SPD Stadtfraktion.

In der Sitzung fand sich eine Mehrheit dafür, dass die Verwaltung künftig bei Projekten in Nachbargemeinden die städtischen Interessen stärker wahrnimmt. Außerdem wurde die Verwaltung beauftragt, die rechtlich zulässigen Einschränkungsmöglichkeiten für Flächen im Stadtgebiet zu prüfen.

Lesen Sie den Abdruck der Pressemitteilung in den Husumer Nachrichten.